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Komplikationen


Komplikationen

Alle Komplikationen die während einer Operation oder als Folge eines Eingriffes auftreten werden im Komplikationsregister des ZAG umfassend dokumentiert. Grundsätzlich unterscheidet man nach Schwere der Komplikation unterschiedliche Kategorien:

1. leichtere Komplikationen (keine weitere Maßnahmen erforderlich)
2. mittelschwere Komplikationen (keine zusätzlichen Operationen, jedoch Gabe von Medikamenten erforderlich, z.B. Antibiotika bei stärkere Wundinfektionen),
3. schwerere Komplikationen (weitere Operation oder längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich, z.B. bei Verletzungen von Organen)
4. schwerste Komplikationen mit Todesfolge.


Die Auswertung der Komplikationen im Zentrum für ambulante Gynäkologie ergab für die Jahre 2001 bis 2005 folgende Ergebnisse:

Insgesamt wurden in den ersten 5 Jahren im ZAG 3364 Spiegelungen der Gebärmutter (Hysteroskopien) und 3082 Bauchspiegelungen (Laparoskopien) durchgeführt.
Bei 25 Patientinnen (0,79%) mit einer Spiegelung der Gebärmutterhöhle und bei 18 Patientinnen (0,58%) mit einer Bauchspiegelung traten Komplikationen auf.
Nur bei 1 von 25 Komplikationen nach Gebärmutterspiegelung war ein weitere operativer Eingriff erforderlich.
Von den 18 Patientinnen mit Komplikationen nach Bauchspiegelung musste in jeweils 8 Fällen nochmals eine Bauchspiegelung bzw. ein Bauchschnitt (z.B. nach Darmverletzungen, Verletzungen der Gebärmutter, Nachblutungen im Bereich des Wundgebietes) sowie in einem Falle zur Versorgung einer Gefäßverletzung im Bereich einer größeren Arterie durchgeführt werden. Todesfälle traten nicht auf.

Bei den Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien: suprazervikal und total) des Jahres 2005 wurden in 5 von 124 Fällen leichtere Komplikationen dokumentiert (4%): Bei einer Patientin kam es nach der Operation zu subjektiv störenden Blutungen, bei weiteren zwei Patientinnen zu Wundinfektionen, wovon eine Patientin über 3 Tage stationär mit Antibiotika behandelt werden musste, bei einer Patientin trat eine vorübergehende Beeinträchtigung eines Beinnerven auf und 1 Patientin benötigte nach einer ausgesprochen schweren und langwierigen Operation zwei Blutkonserven. Erneute Operationen waren nicht notwendig, Todesfälle ereigneten sich auch hier nicht.